Tennisball
Tennisbälle - Was ist wichtig damit es rund läuft?
Neben dem Tennisschläger wäre das Tennisspielen selbstverständlich auch ohne Tennisball unmöglich. Aber mit schlechten oder alten Tennisbällen kann man sich den Spaß am Tennis regelrecht vermiesen und aus einem schönen, Spaß machenden Tennisnachmittag wird ein frustrierendes Herumgeschiebe eines schlechten Tennisballs, der nicht einmal mehr richtig springt.
Die Momentan bevorzugte Farbe bei Tennisbällen ist das Neongelb. Das sie früher weiß war ist zusammen mit der Kleidung der Tennisspieler ein Wandlungsmerkmal des ehemals „weißen Sportes“. Bekannte Marken sind, ähnlich wie bei Tennisschlägern, Dunlop, Wilson und Head. Der Preis liegt bei ca. 3€ pro Ball.
Die Herstellung eines Tennisballs läuft im Wesentlichen wie folgt ab: Zwei halbe, hohle Gummikugeln werden miteinander verklebt. Die Bestandteile der Gummikugeln sind Naturgummi sowie einige chemische Stoffe, wie zum Beispiel Magnesiumkarbonat, Zinkoxid, Tonerde und Quarz. Auf die somit entstehende ganze Gummikugel werden zwei spezielle Filzstücke in Form zweier an den Seiten eingedrückter Ovale, die dadurch an einen Hundespielknochen erinnern, mit Heißkleber aufgeklebt. Dieser Filz besteht aus einem Nylon-, Schaafwollgemisch, das mit Baumwolle verwoben, imprägniert und anschließend gekürzt wird, sodass der Filz entsteht.
Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Arten von Tennisbällen. Zum einen den Druckball und zum anderen den drucklosen Ball, der auch als Easy-To-Play-Ball bezeichnet wird. Der Druckball wird bei der Zusammenführung der beiden Gummikugelhälften unter Druck mit Gas gefüllt, sodass ein Überdruck entsteht. Häufig wird hierzu Stickstoff verwendet. Der Überdruck sorgt zusammen mit der reversiblen Kraft des Gummis für das Sprungverhalten des Balles. Um den Druckverlust und die gleichzeitige Verschlechterung des Sprungverhaltens des Tennisballs zumindest in der Verpackung zu verhindern, wird diese mit demselben Überdruck versehen wie der Tennisball selbst. Bei dem drucklosen Tennisball ist der innere Luftdruck genausohoch wie der Luftdruck der Umgebung, sodass allein das Gummi das Sprungverhalten des Tennisballes bestimmt. Der Vorteil dieses Easy-To-Play Balls besteht darin, dass er günstiger und viel haltbarer ist als der Druckball, da er keinen druck zum verlieren hat und er sich erst durch Abnutzung des Filzes Verschlechtert. Allerdings hat der drucklose Tennisball keine so hohe Qualität und wird deshalb hauptsächlich von Hobbysportlern und zum Training eingesetzt. Für Wettkämpfe werden (fast) ausschließlich Druckbälle eingesetzt. Bei Turnieren verwendete Druckbälle haben einen Innendruck von 1,6 bis 2,2 Bar. Mit dem nötigen Gefühl kann man durch zusammendrücken eines Tennisballs feststellen ob er noch genügend Druck aufweist. Manche erkennen dies bereits am Sprungverhalten und dem beim Auftitschen oder Schlagen erzeugten Geräusch des Tennisballs.